Ich hab gerade ein total nützliches Wordpress Plugin gefunden. Der Broken Link Checker überprüft alle Links, ob sie noch funktionieren und sortiert dann nach broken (404) oder moved (302), so dass man seine Posts pflegen kann. Hab gerade mal ein paar Sachen gefixed…
Broken Link Checker
Januar 25th, 2010Internetsperren
Januar 25th, 2010Ursula von der Leyen dreht mal wieder frei. Nachdem das letzte Gesetz, welches noch vor der Wahl durchgeprügelt wurde, erst mal auf Eis liegt, weil der Bundespräsident es nicht unterzeichnet hat, hat sie eine überarbeitete Fassung des Jugenmedienschutz-Staatsvertrags vorgelegt. Der AK Zensur hat sich das schon mal angeguckt und kann nichts gutes daran finden.
Darin sind so weltfremde Forderungen, wie eine Haftung von ISPs als auch Hostern für das, was ihre Kunden ins Netz stellen, als auch eine zeitliche Begrenzung von jugendgefährdenden Inhalten auf die Nachtzeit, ähnlich wie im Fernsehen.
Jeder müsste seine Webseiten entweder mit Jugendschutztoren ausstatten oder auch als ab 16 oder ab 18 labeln, die potentiell „geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen“.
Wie fefe schon schreibt, hieße das im Zweifelsfalle alle Seiten als ab 18 zu kennzeichnen.
Bildungsstreik
November 24th, 2009Ich kanns nicht mehr hören. Ja, jeder weiß, dass die Bildungspolitik so wie sie ist, nicht das Wahre sind. Aber Bildungsstreik? Was ist denn das für ein verfehltes Mittel?
Woher kommt denn der Streik? Aus der Arbeitswelt. Die Arbeiter legen ihre Arbeit nieder und verhindern, dass ein Unternehmen irgendetwas produziert. Wem schaden sie damit? Dem Unternehmen und somit der Führungsebene, die damit weniger Geld einnimmt. Somit gibt es also seitens der Führungsebene ein großes Interesse, dass der Streik beendet wird.
Ok, nun zur Bildung. Die Studenten boykottieren also Lehrveranstaltungen, und verhindern, dass diese statt finden. Wem schaden sie? Den Nutznießern der Lehrveranstaltung, und das sind dummerweise doch die Studenten selbst. Die Profs können evtl. sogar froh sein, mal was anderes tun zu können. Und vielleicht ein wenig mehr Forschung zu treiben, weil sie ja nicht lehren müssen.
Worauf soll so ein Mittel Druck ausüben?
filofax mini – neues Jahr…
November 23rd, 2009Wie letztes Jahr, war ich wieder auf der Suche nach dem “One day on a page diary” (Bestellnummer 6814210). Wieder ist es in Deutschland nicht zu bekommen. Diesmal hat mir filofax.de nicht mal mehr auf eine eMail Anfrage geantwortet.
Naja, dieses Jahr hatte ich Glück und einen Urlaub in London verbracht. Da hab ich es mir eben gleich vor Ort gekauft…
Palm Pre exclusiv bei O2
November 22nd, 2009Gestern hatte ich eine schöne Werbung in meinem Briefkasten. O2 wirbt damit exclusiv den Palm Pre zu vermarkten. Exclusiv? Moment mal. Den gibts mindestens noch bei Simyo, und zwar um einiges billiger.
Ich frag mich warum da die anderen nicht einschreiten, wenn O2 sowas behauptet?
Der Bundespräsident und die Besserwisser « BILDblog
Oktober 12th, 2009Der Bundespräsident und die Besserwisser « BILDblog.
So gern ich Bildblog lese, manchmal nervt es extrem, dass sie besser wissen, aber dann ihre eigenen Argumentationsfehler übersehen. Und dann fehlt die Kommentarfunktion, so dass quasi keine Kritik am Geschriebenen zugelassen wird.
Schützenpanzerwagen (SPW) sind nunmal keine Panzer. Zumindest nach DDR Klassifizierung sind Panzer Kettenfahrzeuge. SPWs haben aber Räder.
Genauso ist Blutplasma und Blut was anderes. Demnach sind Blutplasmakonserven keine Blutkonserven.
Somit sind – egal wie wahr die Darstellung ist – die beiden Aussagen des MDR nicht widersprüchlich.
Rette deine Freiheit
September 27th, 2009Ich hab hier noch was schönes passend zur Wahl gefunden…
Ein älterer, aber leicht besoffener Herr
September 25th, 2009Ursprünglich von Kurt Tucholsky, in der Fassung von Gerd E. Schäfer
Wie Sie mich hier sehn, bin ick nämlich aust Fensta jefalln. Wir wohn Hochpachterr, da kann sowat vorkomm. Es ist wejn den Jleichjewicht. Ham Se ein Augenblick Zeit, ja? Es handelt sich nämlich bezüglich der Wahlen. Ich bin sozusagen ein Opfer unserer Parteizerissenheit. Deutschland kann ja jar nicht untergehn! – ick glob ich muss wat komisches gegessen haben. Getrunken natürlich och, aber mit Maßen!
Also, det war so: Jestern morjen sach ick zu meine Jattin: “Elfriede!” sahr ick, «heute is Sonntach, ick wer man bißken rumhörn, wat die Leite so wählen dhun, man muß sich auf den laufenden halten, es is eine pattologische Flicht!” sahr ick. Ick ha nämlich ’n selbständjen Jemieseladn. Also. Sie packt ma ’n paar Stulln in, und ick ßottel los.
Erscht war ich bei die Nazis. Es jab Brauselimmenade mit Schnaps. Da ham se erscht jeübt: Aufstehn! Hinsetzn! Aufstehn! Hinsetzn! weil sie denn nämlich Märsche jespielt ham, und die Führers sind in den Saal jekomm – Jöbbels ooch. Und dann hamse jebrüllt: Freiheit und Brot! Die Freiheit konnte man jleich mitnehm – det Brot hatten se noch nich da. Ja. Und scheene Lieda ham die gesunge -!
Als die liebe Morjensonne – zack
schien auf Muttans Jänseklein, – 2, 3, 4
zoch ein Rejiment von Hitla…
Na, wat denn, wat denn… man witt doch noch singen dürfn! Also, Wie ick aus det Lokal rauskomme, sachte ick mir: Anton, sachte ick zu mir, du wählst nazzenahlsosjalistisch.
Denn wak bei die Demokratn. Nee, also det heißt… ick hab se jesucht… “Jibbs denn hier keene Demokraten?” frahr ick eenen. “Mensch!” sacht der. “Lebst wohl uffn Mond? Die hats doch nie jejehm! Und nu jippse iebahaupt nich mehr! Jeh mal hier rin”, sacht er, «da tacht die Deutsche Staatspachtei” Ick rin. Sie, det war jroßartig. Lauter Projamme – jeder konnt sich eins aussuchen. “Jehm Sie mir” sach ick zu dat Fräulein was da stand “jehm Se mia ein scheenet Projamm für einen selbständigen Jemieseladen, und fier die Aufrechterhaltung der wohlerworbenen Steuern!» – «Bütte sehr», sacht det Frollein, «da nehm Sie unsa Projramm Numma siemundfürrssich. Und wenn et Sie nicht jefällt», sacht se, «denn kenn Siet ja umtauschn. Wir sind jahnich so!» Also ick hab erstmal vier Aßbach jetrunken. Die Leute werd ick wahrscheinlich wähln. Das heißt – falls et sie bei der nächste Wahl noch jibbt.
Und dann wa ick – nee – denn wak bei die Sozis. Ick bin nämlich, bei Licht besehn, ein alter, jeiebter Sosjaldemokrat. Mein Vata war aktiva Untroffssier… da liecht die Disseplin so in de Familie. Also wich ich in den Saal komme, hat einer so scheen jeredet. Und während die Leute schliefen, sahr ick zu den eehnen, der neben mir saß, ick sahre: “Jenosse”, sahre ick, “JENOSSE woso wählst du eijentlich SPD?” Ick dachte, der Mann kippt mir vom Stuhl! “Donnerwetter”, sacht er, “nu wähl ick schon ssweiunsswanssich Jahre lang diese Pachtei aber warum det ick det dhue, det hak ma noch nie iebalecht! – Kiek mal ck bin in mein Bessirk ssweita Schriftfiehra, un uff unse Ssahlahmde is det imma so jemietlich; wir kenn die Kneipe, un det Bier is auch jut, un am erschten Mai, da machen unsren Ausfluch un ahms is Fackelssuch… es is alles so scheen einjeschaukelt. Wat brauchst du Jrundsätze wenn dun Apparat hast!” Und da hat der Mann recht. Wahrscheinlich werd ich diese Pachtei wähln – es is so ein beruhjendes Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich. Und das is sehr wichtig fier einen selbständjen Jemieseladen!
Wo wa ickn stehn jebliebn? Ach ja hier… Da hak erstma ’n Kimmel jetrunken.
Denn wak noch bei die kleinern Pachteien. Ick wah bei den Deutschen Mietabund, da jabs hellet Bia; und denn bei den Tannenberchbund da jabs Schwedenpunsch; und denn bei die Häußerpachtei, da jabs wieder Kimmel, bei da Wirtschaftspachtei … und denn war ick bläu… Ick wollt noch bei de Kommenistn jehn… aber ick konnte bloß noch von eene Laterne zur andern Laterne… Na, so bink denn nach Hause jekomm.
“Muttacken”, sahre ick, “ick ha det deutsche Volk bei de Wahlvorbereitung studiert.” – “Besoffn biste!” sacht se. Ick sahre: “Det auch…” sahre ick. “Aber det nur nehmbei” – “Na. wat wißte denn nu wähln, du oller Suffkopp?” sacht se. “Momang”, sache ick, “momang! Ick wähle eine Pachtei, die uns einen schtarkn Mann jibt, wie unsan jeliebtn Kaiser und auch den ollen Hindenburch!» sahr ick. «Sowie bei aller Aufrechterhaltung unser verfassungsjemäßichten Rechte. Einen Diktator wie Maxe Schmeling”, sahre ick. «Nieda mit den Milletär!» sahre ick, «un hoch mit de Reichswehr! Der Reichstach muß uffjelöst wern, das Volk muß rejiern, denn alle Rechte jehn vom Volke aus. Na, un wenn eener ausjejang is, denn kommt a ja sobald nich wieda! » sahre ick. «Wir brauchen eine Zoffjett-Republik mit ein unumschränkten Offsier an die Spitze… ” Und denn bin ick aust Fensta jefalln.
Nehm wa noch ne kleene Molle, wa? Nee? Na ja… Sie missn ja ooch ze Hause… Auf alle Fälle winsch ick Sie ooch ne vajniechte Wahl! Halten Sie die Fahne hoch!
Denn sehn se mal: Die Wahl, die Wahl is der Rummelplatz des kleinen Mannes. Einmal alle vier Jahre da tun wir so, als ob wat jehn. Aber uffjelöst und rejiert wern wa doch… Jute Nacht!
Noch ein paar Worte von mir dazu. Viel verändern kann man als einzelner vielleicht nicht, aber man kann dafür sorgen, dass die einzelnen, die es in die falsche Richtung ändern wollen, in der Masse untergehen und kein Gewicht bekommen. Sprich, wenn ihr schon nicht wisst wem ihr die Stimme geben sollt, dann wählt lieber was, was eh jeder wählt, als dass Extremisten an die Macht kommen.
Du weißt, dass die Wirtschaftskrise schlimm ist, wenn …
September 23rd, 2009Emanzipation der Frau
September 21st, 2009Wer nicht glaubt, dass es da gewaltige Fortschritte in den letzten 50-60 Jahren gegeben hat, der soll sich mal die Literatur der damaligen Zeit zu Gemüte ziehen. Ein Sexual Erziehungsbuch aus den 1950ern in Großbritannien gibt einen schönen Einblick in die damalige Rolle der Frau.
- Sie solle sich beeilen bei der abendlichen Hygiene, schließlich will der Mann ja nicht anstehen wie bei der Bahn.
- Wenn sie Lockenwickler und ähnliches brauch, soll sie es erst reintun, wenn der Mann schon schläft, um ihn nicht mit dem Anblick zu erschrecken.
- Wenn er gleich schlafen will, so soll sie ihn lassen. Sollte er jedoch Sex wollen, so sollte sie an ihr Ehegelübde denken und gehorchen, immerhin ist die Befriedigung des Mannes wichtiger als die von ihr.
- Sollte er zum Höhepunkt kommen, so soll sie doch auch ein wenig stöhnen…
- Wenn er dann direkt danach einschläft, so soll sie sich doch wieder herrichten und außerdem wäre das die Zeit ihren Wecker zu stellen, so dass sie kurz vor ihm aufwacht, um ihn mit einer schönen Tasse Tee zu wecken.
Wohlgemerkt, es ist ein Buch für die Frau!